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  • Lizenz zum Fremdgehen

    Die Beziehungspause kann eine schöne Alternative zur Trennung sein. Nur böse Zungen würden diese Maßnahme als "organisierten Seitensprung" bezeichnen. Oder Realisten.

  • Beziehungspause - ein schönes Wort. Klingt nach Ausruhen, Butterbrot, Beine hochlegen.
    Foto: iStockphotos

  • Das Leben kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Die Liebe sowieso. Deshalb braucht jeder Mensch mal eine Pause, wenn er erkennt, die Luft ist raus. Wenn er merkt, die Beziehung lässt einen nicht mehr schweben, sondern tonnenschwer am Boden der Tatsachen kleben. Wenn er das Gefühl hat, das Mysterium ist auf dem besten Wege, sich in ein Martyrium zu verwandeln.

    Schluckgeräusche , offene Zahnpastatuben , Eifersucht - was wir früher fasziniert oder wenigstens gelassen zur Kenntnis genommen haben, lässt uns heute in kürzester Zeit die Halsschlagader schwellen. Sicher, man kann die Zähne zusammenbeißen und weitermachen. Das haben unsere Großeltern auch so gemacht. Oder man geht getrennte Wege - das hält inzwischen etwa die Hälfte aller Ehepaare für eine Lösung.

    Zum Glück gibt es da noch eine elegantere Alternative: die Beziehungspause. Im Gegensatz zur endgültigen Trennung kann man sich ganz unverbindlich anschauen, wie es sich als Single lebt, ohne solo zu sein. Das ist risikoarm und gut fürs Selbstwertgefühl.

    Sobald einem was Passenderes vor die Linse läuft, ist die Entsorgung des Partners nurmehr eine Formalität. Vielleicht erkennt man aber auch, dass der andere das Beste ist, was einem passieren konnte. Dann kann man ohne Gesichtsverlust wieder andocken.

    Der Trend geht zum Seitensprung

    Beziehungspause - ein schönes Wort. Klingt nach Ausruhen, Butterbrot, Beine hochlegen. Streit, Verletzung, Trennung werden auf die lange Bank geschoben. Mit etwas Glück fallen sie vielleicht sogar hinten runter.

    Im Grunde geht es darum, Zeit für sich zu haben, zu sich selbst zu finden. Zuweilen wird diese Absprache jedoch dazu benutzt, die eigenen Chancen auf dem Beziehungsmarkt auszuloten. Klarer ausgedrückt: als Lizenz zum Fremdgehen. Dieser Trend erfreute sich zunächst bei College-Studenten großer Beliebtheit, die zum Studieren die Heimat verließen und bei der Gelegenheit gleich die Jugendliebe auf Eis legten, die an ihnen klebte wie alter Kaugummi an den Schuhen.

    Dass dieses Phänomen aber längst auch die Wir-um-die-30-Generation erreicht hat, konnten wir bereits bei unserer Lieblingsserie "Friends" miterleben: Eines Tages bittet Rachel ihren Freund Ross um eine Auszeit, "a break from us". Ross reagiert erschüttert, erklärt sich aber einverstanden. Als er es jedoch wagt, seine verletzte Eitelkeit mit einer kleinen Affäre zu salben, spuckt Rachel Gift und Galle.
    Ihr Argument: "Wir hatten eine Beziehungs pause !"
    Sein Argument: exakt dasselbe.
    Rachel trennt sich daraufhin von ihm - endgültig und ohne Interpretationsspielraum.

    Und was lernen wir daraus? Wer so dämlich ist, sich während einer Beziehungspause nach dem absenten Geliebten zu verzehren, statt ordentlich die Kuh fliegen zu lassen, sollte nicht auf einen Orden hoffen. Mit dieser Einstellung macht man sich bestenfalls zu einem, nun ja, Beziehungs-Pausenclown. Wer hingegen auch noch glaubt, er könne seine Selbstfindungs-Experimente vom Partner abnicken lassen, hat es echt verdient, abgesägt zu werden.

    Am besten schriftlich

    Erwarten Sie also bitte kein Verständnis von Ihrer Umgebung, wenn Sie erzählen: "Wir trennen uns nicht wirklich. Es ist nur eine Pause, damit wir wieder zu uns selbst finden." Die meisten glauben davon sowieso kein Wort, stellen sich gleich die unmoralischsten, widerlichsten Dinge vor. Und haben damit vollkommen recht.

    Um wenigstens zwischen den Betroffenen böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man deshalb die wichtigsten Punkte gleich klären:
    Flirten, Fummeln, Fremdgehen - was ist erlaubt?
    Tage, Wochen, Monate - wie lange soll die Trennung dauern?
    Jenseits der Besucherritze schlafen, in eine andere Wohnung ziehen, das Land verlassen - wie groß soll die Distanz sein?
    Plattensammlung, Hund, Diddlmaus-Tasse - wer behält was?
    Maulen, Mäkeln, Mobben: Ist es gestattet, vorsichtshalber schon mal Freunde / Verwandte / Arbeitgeber gegen den anderen aufzuwiegeln?

    All diese Dinge sollte man besprechen, um zu vermeiden, dass es einem wie Herbert Grönemeyer ergeht, der ahnungslos die Wohnungstür aufsperrt und erkennt: "Sein Pyjama liegt in meinem Bett, sein Kamm in meiner Bürste steckt - was soll das, was soll das??"

    Hätten er und seine Lebensgefährtin zuvor die wesentlichen Details geklärt, wäre ihm die Frage: "Womit hab ich das verdient, dass der mich so blöde angrient?" erspart geblieben. Zugegeben, immerhin hat der Mann mit der Verarbeitung dieses Traumas Millionen verdient.

    Behalten Sie es für sich!

    Uns Normalbürgern hingegen bleibt in so einem Fall nur noch die nachträgliche Recherche, um zu verstehen, was während unserer Abwesenheit eigentlich passiert ist. Experten raten ja immer wieder dazu, in Beziehungspausen Tagebuch zu führen. Oder wenigstens eine Liste mit positiven und negativen Erkenntnissen. Tun Sie es - schreiben Sie sich die ganze Wut von der Seele, auch jeden noch so überflüssigen One-Night-Stand. Wenn es sein muss, führen Sie Buch über all die nervigen Unarten Ihres Partners, sein Schnarchen, seine Selbstgefälligkeit, seinen hässlichen Hintern. Aber lassen Sie um Himmels Willen nicht zu, dass er jemals eine Zeile davon liest. Sonst können Sie es vergessen. (Es sei denn, Sie wollen es vergessen!)

    Auch wenn die Ungewissheit nagt - die Gewissheit darüber, was der Partner in jenen Wochen oder Monaten gedacht und getrieben hat, ist meist noch schlimmer. Je besser es dem einen dabei ging, umso übler wird es ihm der andere nehmen. Mal ehrlich: Wollen Sie sich wirklich jahrelang verhöhnen lassen, nur weil Sie in einer schwachen Minute verraten haben, dass Sie sich von dem schrulligen Nachbarn zu einen Salsa-Kurs hinreißen ließen? Deshalb lieber genießen und schweigen.

    Übrigens: Sollten Sie zu jenen Schafen gehören, die während ihrer Beziehungspause brav wie ein Lamm waren - sprechen Sie erst recht niemals darüber! In einer glücklichen Beziehung ist das Mysterium zuweilen wichtiger als die Moral ...

  • Lauter kaputte Typen

    Die Expartner des anderen lassen sich nur schwer verscheuchen. Sie sind überall, schlimmstenfalls liegen sie mit im Bett. Meistens aber sitzen sie bloß im eigenen Kopf.

  • Expartner sind die Pest. Sie sind omnipräsent, und ständig fragt man sich: Bin ich auch bald einer von ihnen?
    Foto: iStockphotos

    Das Wunderliche an einer neuen Beziehung ist, dass man nicht nur einen Partner bekommt, sondern - sofern man die 16 überschritten hat - dessen Vergangenheit gleich mit dazu. Jeder Mensch schleppt Altlasten und Gebrauchsspuren mit sich herum, wie einen alten Heizlüfter oder einen Mantel aus zweiter Hand. Jenseits der 30 wird es noch schlimmer. Da stehen die Gespenster der Vergangenheit zuweilen Schlange.

    Doch warum sind wir eifersüchtig auf diese Gespenster? Immerhin sind sie in der vorigen Runde ausgeschieden, die Wege haben sich getrennt, das Kapitel ist abgeschlossen. Außerdem wurde man höchstpersönlich zum Nachfolger erwählt.

    Nachfolger. Ein schlimmes Wort. Jeder Nachfolger hat einen Vorgänger. Das geht dem neuen Chef eines großen Unternehmens oder dem Dackel von Oma Koritke genauso. Doch schließlich kann man es jetzt besser machen, wo also liegt das Problem?

    Das Problem liegt in unserem Kopf: Von nun an müssen wir es besser machen, sonst werden wir ersetzt.

    Expartner sind die Pest. Sie sitzen hinter einem im Kino, mit dabei am Tisch, schlimmstenfalls schauen sie einem beim Liebesspiel über die Schulter. Corinnas Ex war so einer. Dieser Benno war omnipräsent. Jedenfalls für Tobi. Corinna selbst erwähnte ihn nur gelegentlich. Doch was sie dann sagte, genügte vollkommen.

    Hin und wieder erzählte sie, wie "unerträglich" gut er aussah und wie froh sie war, dass Tobi "nicht so der Womanizer“ war. "Weißt du, einen schönen Mann hat man nie für sich allein", dozierte sie, "das hat schon meine Mutter immer gesagt". Sie tätschelte ihm den Bauch und sagte dann ganz ohne Ironie: "Was ein Glück, dass ich jetzt dich hab."

    Tobias fühlte sich dann immer ein bisschen wie ein alter Lappen.

    Der Präsident und seine Vorgänger

    In letzter Zeit musste er öfter an Nicolas Sarkozy denken. Wie hielt der das nur aus? Der Mann hatte es mit Kevin Costner, Donald Trump und Mick Jagger zu tun. Mick Jagger! Wie konnte der noch ruhig schlafen! Wie konnte er überhaupt bestehen, stets in Brusthöhe mit dieser großen Schönen. Stimmt, da war doch was: Er war der Präsident Frankreichs. Da konnte man schon mal locker bleiben, selbst wenn die Frau an seiner Seite sich hin und wieder nach einem Rockstar verzehrte.

    Doch wer war er?
    Wenn er Corinna richtig verstand, ein lauwarmer Aufguss. Einer, in dessen Gegenwart man seinen Blutdruck bedenkenlos auf Schlafmodus senken konnte.

    Aber was ihn noch viel mehr beschäftigte: Wer waren die anderen? Wie vielen Männern hatte sie bereits die drei Worte gesagt? Hatte sie mit einem von ihnen in den Dünen von Maspalomas gezeltet? Von einem gemeinsamen Kleinwagen, einem Reihenhaus geträumt? Wer von ihnen saß schon unterm Weihnachtsbaum ihrer Eltern und hatte sich mit Braten und Klößen füttern lassen?

    Wenn er daran dachte, wie Corinnas Mutter ihrer Tochter hinter vorgehaltener Hand manchmal zuflüsterte: "Viele Grüße von Duweißtschonwer, der hat sich ja überhaupt kein bisschen verändert!", bekam er jedesmal Pickel. Vermutlich blätterten Mama und Papa daheim durch Fotoalben, in denen sich eine ganze Galerie von Verflossenen befand. Stellten sich vor, was für eine gute Partie der eine, wie tüchtig der andere war. Und hofften, der Tobi-Kelch möge an ihnen vorübergehen und er würde sich als weiteres Bild in die Galerie einreihen. Dann wäre er selbst eines dieser Gespenster.

    Nie hatte Tobi jemals eines dieser Schattenwesen gesehen. Sie schienen nicht mehr als einen Platz in Corinnas Erinnerung zu beanspruchen. Dennoch wurmte es ihn. Weil sie ihre Erinnerung nicht für sich behielt, sondern sie mit Kritik verband: "Benno hat mir regelmäßig Blumen geschenkt". "Bei Stefan war es immer so ordentlich".

    Behielt sie ihre Erinnerungen aber für sich, wurmte es ihn noch mehr. Vielleicht verschwieg sie ihm etwas.

    Alles nur Hampelmänner - hoffentlich


    Was wollte er eigentlich wirklich?
    Am liebsten hätte er sie einmal gesehen, die Legion der Vorgänger. Damit er sich vergewissern konnte, dass sie alle nichts als Gesichtsruinen mit Birnenfigur waren. Oder wenigstens unterbelichtete Hampelmänner. Am besten beides. Obwohl in diesem Fall Corinnas mangelnde Menschenkenntnis nicht unbedingt für ihn sprechen würde.

    Doch sprach es vielleicht für ihn, dass er sich so etwas überhaupt vorstellte? Das war doch komplett armselig! Vielleicht waren dieser Benno und dieser Stefan ganz nett. Und das mit den Blumen und der Sauberkeit konnte Tobi im Grunde genommen sogar verstehen.

    Und so kaufte er einen gigantischen Strauß und platzierte ihn gut sichtbar auf dem Küchentisch. Als sie nach Hause kam, blieb sie wie vom Donner gerührt stehen. Dann stemmte sie die Hände in die Hüften und drehte sich mit zusammengekniffenen Augen zu ihm um.
    "Okay, lass es raus", sagte sie, "Unser Urlaub ist storniert. Du hast eine andere. Du willst mich verlassen?"
    "Wie kommst du denn darauf? Ich dachte, du stehst auf Blumen. Benno hat dir doch auch immer welche geschenkt."
    "Oh ja, das hat er", sagte sie mit gesenktem Kopf. "Immer, wenn er etwas vermasselt hatte."
    "Ach. Das hattest du wohl vergessen zu erwähnen, als du es mir unter die Nase gerieben hast", meinte Tobi.
    "Ich dachte, solche Details interessieren dich doch sowieso nicht."
    "Aber sicher, gerade solche! Je mieser, desto besser."

    Und so erzählte sie. Von Benno, der ständig unterwegs war, weil Surfen, Tauchen und Klettern wichtiger waren als sie. Dass er mindestens einmal die Woche ein Date kurzfristig absagte und sich dafür mit Blumen freikaufte.
    Von Stefan, der Corinna mit seiner Angewohnheit, selbst das Bett und den Küchentisch zu saugen, in die Flucht getrieben hatte.
    Von Peter, der sich regelmäßig an ihr Fahrrad kettete, aus Angst, sie zu verlieren, selbst, wenn sie nur in die Uni wollte.
    Und von Udo, der sich eine Großfamilie wünschte - da war sie gerade mal 16.
    Sogar von ihrem Kindergartenfreund Felix erzählte sie ihm. Felix hätte ihr immer als Liebesbeweis Kaugummis angeboten - aus seinem Mund.

    "Mannomann“, sagte Tobi. "Lauter kaputte Typen."
    "Das kannst du aber laut sagen", seufzt Corinna.
    "Was ein Glück, dass du mich hast.“
    "Sag ich doch!", erwiderte Corinna und tätschelte ihm den Bauch

    (Quelle: www.sueddeutsche.de/leben/kolumne)


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